In Zusammenarbeit mit der Palliativakademie Rheinland bietet die Stiftung Bethanien Moers ab März 2026 die multiprofessionelle Weiterbildung „Palliative Care“, die von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) anerkannt ist, für eigene Mitarbeiter:innen und auch für externe Interessierte an. „Neun freie Plätze haben wir noch zu vergeben“, so die Verantwortlichen.
Der von der zertifizierten Kursleiterin Palliative Care (DGP) Ute Pelzer geleitete Kurs vermittelt den Teilnehmer:innen das notwendige Wissen, um schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre An- und Zugehörigen würdevoll zu unterstützen und zu begleiten. Im Mittelpunkt des Handelns steht dabei die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team, um die größtmögliche Lebensqualität für den bzw. die Pflegeempfänger:in zu erreichen. Ziel sei es, so Tanja Meissner, Leitung des Seniorenstifts Bethanien und Palliative Care Fachkraft, dass die Teilnehmer:innen grundlegende Kompetenzen über die Kernbestandteile der Palliative Care erlangten. Außerdem setzten sie sich mit fachtheoretischem Wissen auseinander und könnten dieses so auf die Palliativversorgung im eigenen Tätigkeitsbereich übertragen. Weitere Inhalte seien etwa: Schmerztherapie, naturheilkundliche Medizin, Pflege am Lebensende, rechtliche Grundlagen und ethisches Handeln.
Wann, wo und wer
Die Weiterbildung findet im Rahmen von vier Modulen an folgenden Terminen statt: Modul 1 16. bis 20. März 2026 | Modul 2 15. bis 19. Juni 2026, (Veranstaltungsort jeweils: Bethanien Akademie, Bethanienstraße 15, 47441 Moers), Modul 3 14. bis 18. September 2026 | Modul 4 09. bis 13. November 2026 (Veranstaltungsort jeweils: Seniorenstift Bethanien, Wittfeldstraße 31, 47441 Moers). Zielgruppe für die multiprofessionelle Weiterbildung sind neben Pflegefachkräften und Pflegefachassistenzen, Mitarbeiter:innen des Sozialen Dienstes. Die Kosten für die Weiterbildung belaufen sich auf 2.400 Euro je Teilnehmer:in.
Anmeldung
Eine Anmeldung ist per E-Mail an akademie@bethanienmoers.de oder telefonisch unter +49 (0) 2841 200-2406 möglich. Für diese werden unter anderem folgende Unterlagen benötigt: tabellarischer Lebenslauf, aktuelle Kontaktdaten (Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung.
Verstärkter Bedarf an speziell ausgebildetem Personal
Tanja Meissner betont: „In den letzten Jahren stellen wir etwa in unserem Seniorenstift Bethanien vermehrt eine Zunahme von Bewohnerinnen und Bewohnern fest, die mit einer palliativen Diagnose zu uns kommen. Hier trifft dann oftmals eins auf das andere – hochaltrige Menschen in Kombination mit einer palliativen Diagnose, wie etwa Krebs, einer Herzinsuffizienz oder COPD. Das ist eine besondere Herausforderung und eine Aufgabe, der wir umfassend gerecht werden möchten. Die Betreuung dieser Menschen gestaltet sich anders. Hierzu wird weiteres speziell ausgebildetes Personal benötigt, das wir mit der multiprofessionellen Weiterbildung generieren wollen. Denn bei der palliativen Arbeit geht es um Haltung. Diese kann man erwerben, anhand einer Weiterbildung. Es ist aber auch etwas, das man in sich tragen muss.“
Kurlseiterin Ute Pelzer erklärt: „Für die multiprofessionelle Weiterbildung bringe ich ebenso ein multiprofessionelles Team mit. Pfarrer, Ärztinnen und Ärzte, Schmerztherapeutinnen und
-therapeuten oder Palliativmedizinerinnen und -mediziner – also ein ganzes Netzwerk, das eine sehr gute Expertise hat. Sie kommen aus der Basis und bringen entsprechende Fallbeispiele mit.“
„Ich bin froh, dass wir diese Weiterbildung nun anbieten können. Wir werden von insgesamt 25 Plätzen einige intern vergeben, um unserem Personal im Krankenhaus und Seniorenstift die Möglichkeit zu geben, sich entsprechend weiterzubilden und uns für die besondere Situation, die die Betreuung der Betroffenen erfordert, gut aufzustellen. Neun weitere Plätze möchten wir gerne externen Interessierten anbieten. Wir versprechen uns davon einen sichereren Umgang der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit diversen palliativen Krankheitsbildern und natürlich für die betroffenen Pflegeempfängerinnen und -empfänger einen adäquaten Umgang mit ihnen“, fasst Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Bethanien zusammen.